Unterschied von seit und seid

Ob Tusche, Ente und Rat oder Dusche, Ende und Rad – die richtige Verwendung harter oder weicher Konsonanten (= Mitlaute) gibt den Worten erst den richtigen Sinn. Auch die beiden Wörter „Seit“ und „Seid“ klingen zwar gleich, haben aber eine völlig unterschiedliche Bedeutung:

Seit mit „t“

ist eine temporale Präposition – das heißt, ein vorangestellte Verhältniswort, das immer einen zeitlichen Beginn bezeichnet:

„Von diesem Zeitpunkt an habe ich es verstanden.“

„Seit dieser Zeit habe ich es verstanden“.

„Seit“ trägt also ein hartes „T“, wenn es im Zusammenhang mit einer Zeitangabe oder einer Zeitspanne steht (wie „seit Tagen“, „seit Minuten“, „seit gestern“, „seit heute“)

„Seit damals verstehe ich das!“
„Seit kurzem ist mir das klar!“
„Seither ist es einfach!“
„Seitdem mache ich es richtig!“

MERKE: Seit und Zeit sind stets zu zweit!

Seid mit „d“

ist eine Form des Verbs „sein“ – und das „d“ ist weich wie Seide.
Die 2. Person Plural von „sein“ – „ihr seid“ lässt sich im Satz immer sinngemäß durch „wir sind“ ersetzen – und wird mit dem gleichen „D“ geschrieben:

„Ihr seid nun klüger!“ – „Wir sind nun klüger!“
„Ihr seid gute Schüler!“ – „Wir sind gute Schüler!“

MERKE: sind und seid  – sind gleich – und weich!

Eselsbrücken

Bei seit geht es um die Zeit. Seid, wenn sie es sind.